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23.07.2015

Apothekerverband Brandenburg e.V. tritt Förderinitiative Prävention e.V. bei

Immer mehr Apotheker tragen mit Präventionsdienstleistungen aktiv zum vorbeugenden Gesundheitserhalt der Bevölkerung bei. Mit dem Entschluss des Apothekerverbands Brandenburg der Förderinitiative Prävention beizutreten und damit die Informationen und Materialien des WIPIG – Wissenschaftliches Institut für Prävention im Gesundheitswesen für seine Mitglieder zugänglich zu machen, setzt dieser auch ein Zeichen in der Diskussion um das Präventionsgesetz.

Die Verbandsvorsitzende Dr. Andrea Lorenz erläutert: „Die Bundesregierung verzichtet mit dem derzeitigen Präventionsgesetz auf wichtige Chancen der Krankheitsvorsorge, weil sie die Möglichkeiten der gut 20.000 Apotheken mit ihrem niedrigschwelligen und flächendeckenden Angebot außer Acht und damit ungenutzt lässt. Mit der Mitgliedschaft in der Förderinitiative setzen wir uns für die Belange der Apothekerinnen und Apotheker und ihre möglichen Potentiale in der Prävention ein. Zudem möchten wir damit auch der Politik aufzeigen, welch wichtiger Beitrag in den öffentlichen Apotheken bei der Krankheitsvorsorge bereits geleistet wird und in einem gesetzlichen Rahmen geleistet werden könnte.“

Die Förderinitiative Prävention wurde 2011 gegründet. Inzwischen sind in ihr elf Apothekerkammern, sechs Apothekerverbände, fünf Fördermitglieder und zahlreiche Einzelmitglieder vernetzt. Um Prävention und Gesundheitsförderung flächendeckend auf hohem Niveau zu etablieren, unterstützt die Förderinitiative Pilotprojekte und wissenschaftliche Evaluationen in diesen Bereichen.

„In diesem Jahr unterstützen wir die Projekte Herzgesundheit und Kindergesundheit. Bei der Kindergesundheit ist uns vor allem die Impfaufklärung wichtig. Masernausbrüche, wie wir sie immer wieder erleben und zuletzt Anfang diesen Jahres mit äußerst vielen Erkrankungen erlebten, können mit der Botschaft „Information und Aufklärung“ verhindert werden“, informiert Jutta Rewitzer, Vorsitzende der Förderinitiative.

Diesen Ansatz setzt auch der von der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg aktuell entwickelte Vortrag „Impfen – Na klar!“ um, der erst kürzlich allen Mitgliedern der Förderinitiative zur Verfügung gestellt wurde. Denn in den Apotheken haben wir ideale Möglichkeiten, die Durchimpfungsraten durch Aufklärung zu verbessern. Hier sind zum Beispiel das Zusammenstellen einer Reiseapotheke oder Reiseimpfempfehlungen gute Gelegenheiten um den Impfstatus unter die Lupe zu nehmen. Auch kommen Eltern häufiger ihrer Kinder wegen in die Apotheke und lassen sich hier beraten. Meist lassen sich in solch einem Beratungsumfeld die Ängste und Befürchtungen der Eltern vor einer Impfung ihrer Kinder mit klaren und detaillierten Informationen nehmen. Rewitzer erläutert: „Die Apotheke vor Ort bietet somit optimale Möglichkeiten präventive Maßnahmen zum Erhalt der Gesundheit zu befördern und zu begleiten.“

Die Förderinitiative Prävention sieht in der gesundheitlichen Prävention eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Hierbei können und sollten die Apothekerinnen und Apotheker eine wichtige Funktion mit qualifizierten Präventionsdienstleistungen übernehmen, wofür auch eine Honorierung unabdingbar ist. Dafür setzt sich die Förderinitiative auch nach der Verabschiedung des Präventionsgesetzes weiter ein. Nun auch gemeinsam mit dem Apothekerverband Brandenburg.

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