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07.07.2011

Die Wahrheit über Apothekenpreise


Brandenburgs Apotheker klären über Preisgestaltung bei Arzneimitteln auf

Potsdam, 07. Juli 2011- Würde man bei „Wer wird Millionär“ die Frage stellen, welcher Betrag bei einem Arzneimittelpreis von 100 Euro in der Apotheke bleibt, könnte man diese getrost für die 100.000 Euro-Frage einsetzen, es sei denn, der Kandidat hat einen Apotheker als Telefonjoker. Es hält sich nämlich immer noch hartnäckig das Vorurteil, dass die Apotheken einen Großteil des Arzneimittelpreises erhalten. Fakt ist jedoch, dass bei einem Gesamtpreis von 100 Euro gerade einmal ein Zehntel hiervon in den Apotheken verbleibt. 

Der Apothekerverband Brandenburg (AVB) will mit einer Kampagne in den Apotheken mit diesem Vorurteil aufräumen und klärt mit Plakaten, Handzetteln und Infos an den Kassenterminals auf, welcher Anteil in den verschiedenen Kanälen landet. Anhand eines appetitlich aussehenden Törtchens wird dargestellt, dass die Pharmaindustrie sich sozusagen das Sahnestück in Höhe von 69,55 Euro einverleibt, die leckeren Früchte nimmt der Staat in Form der Mehrwertsteuer mit knapp 16,00 Euro zu sich, und die Apotheken bekommen mit 10,31 Euro gerade noch den Boden, unter dem dann nur noch der pharmazeutische Großhandel zu finden ist.

„Wir werden mit der Aktion sicher nicht das geflügelte Wort von den sprichwörtlichen Apothekenpreisen ausrotten können. Wir möchten aber dadurch mit den völlig falschen Vorstellungen über den Apothekenanteil am Arzneimittelpreis bei der Bevölkerung aufräumen. Für jede Arzneipackung erhält die Apotheke 8,10 Euro und 3 Prozent des Einkaufspreises. Davon gibt sie 2,05 Euro als Zwangsabgabe an die Krankenkasse zurück. Die Vergütung der Apotheken ist trotz gestiegener Lebenshaltungskosten seit dem 01. Januar 2004 unverändert geblieben. Für dieses Honorar erbringen die Apotheken ihre gesamten Leistungen: Sie beraten, bestellen, lagern, fertigen Rezepturarzneimittel, liefern teilweise nach Hause und leisten Nacht- und Notdienst. Aus dem Honorar muss die Apotheke auch alle weiteren Kosten – unter anderem für Personal und Miete – begleichen“, so die AVB-Vorsitzende Dr. Andrea Lorenz.

Weitere Informationen und Materialien sowie Plakate finden Sie hier:
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Hintergrundinformation:
567 Apotheken beraten die Brandenburger Bevölkerung tagtäglich in Gesundheitsfragen und versorgen sie flächendeckend mit Arzneimitteln. Die Inhaber von 538 Apotheken sind Mitglied im Apothekerverband Brandenburg, der ihre gemeinsamen wirtschaftlichen, arbeitsrechtlichen und berufspolitischen Interessen nach außen vertritt. Gegründet wurde der Apothekerverband Brandenburg e.V. am 25. September 1990 von 14 Apothekerinnen und Apothekern der drei Bezirke Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam. Sie vertreten die Interessen der in Brandenburg selbstständigen Apotheker und Apothekerinnen und nehmen ehrenamtlich verschiedene Aufgaben wie Verhandlungen mit Krankenkassen, die Darstellung des Verbandes in der Öffentlichkeit, die Betreuung von Selbsthilfegruppen, arbeitsrechtliche Beratungen und viele andere Pflichten wahr. Fotos der Vorstandsmitglieder stehen auf der Internetseite www.avb-brb.de unter der Rubrik Vorstand/Vorstandsfotos sowie unter der Rubrik Presse zur Verfügung.

Kontakt Apothekerverband Brandenburg e.V.:
Michael Klauß, Geschäftsführer;
Am Buchhorst 18,
14478 Potsdam, 
Tel.: +49 331 888 650,
info@avb-info.de

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