Bahnhofs-Apotheke in Strausberg Rosen-Apotheke in Luckau Apotheke am Südtor in Brandenburg Apotheken-Logo
31.03.2010

Kein Aprilscherz: Millionen Versicherte vieler Kassen müssen sich an neue Rabattarzneimittel gewöhnen

Pressemitteilung

Kein Aprilscherz: Millionen Versicherte vieler Kassen müssen sich an neue Rabattarzneimittel gewöhnen
AVB-Vorsitzende Lorenz: Mehr Transparenz bei Einsparungen nötig

Potsdam, den 31. März 2010 - Ab dem 1. April werden sich Millionen Versicherte auch im Land Brandenburg an neue Arzneimittel gewöhnen müssen, weil neue Rabattverträge etlicher gesetzlicher Krankenkassen in Kraft treten. Viele Patienten erfahren erst bei der Rezepteinlösung in der Apotheke, dass ihre Krankenkasse bestimmte Präparate für sie vorgesehen hat und deshalb ihre Medikation umgestellt werden muss. Darauf macht der Apothekerverband Brandenburg aufmerksam.

„Die Apotheken helfen den Patienten bei allen Fragen zu den neuen Rabattverträgen,
egal ob es um pharmazeutische Bedenken oder Zuzahlungsregelungen geht", sagt die Vorsitzende des Apothekerverbandes Brandenburg Dr. Andrea Lorenz: „Von den Krankenkassen fordern wir aber mehr Transparenz bei der Offenlegung ihrer Ein-sparungen. Wenn sich Millionen Patienten umstellen müssen und in den Apotheken mehr Aufwand entsteht, sollten die Kassen auch ihre Einsparungen offen legen und gegenüber ihren Versicherten verantworten."
Zum 1. April haben die AOK (80 Wirkstoffe, 24 Mio. Versicherte), die Techniker Krankenkasse (89 Wirkstoffe, 7 Mio. Versicherte) sowie die GWQ Service Plus AG im
Auftrag von 36 Krankenkassen (44 Wirkstoffe, 4 Mio. Versicherte) neue Rabattverträge
angekündigt. Spektrum K hatte für 80 Krankenkassen (52 Wirkstoffe, 7 Mio. Versicherte) bereits zum 1. März neue Verträge in Kraft gesetzt.
Die Verträge zwischen Kassen und Herstellern sind geheim, die Apotheken müssen aber den Austausch vornehmen.
Der DAV sowie alle Landesverbände fordern die Kassen schon lange auf, ihre Ein-sparungen durch Rabatte von Herstellern offen zu legen. So beziffert allein die AOK ihr Sparvolumen für 2010 auf 520 Mio. Euro. Für die gesamte Gesetzliche Kranken-versicherung (GKV) lässt sich eine jährliche Einsparung von einer Milliarde Euro schätzen. Dieser Wert muss von den gemeldeten Arzneimittelausgaben in Abzug gebracht werden, um die tatsächlichen Ausgaben ermitteln zu können.

 

Kontakt:
Apothekerverband Brandenburg
Michael Klauß, Geschäftsführer
Apothekerhaus Brandenburg
Am Buchhorst 18
14478 Potsdam
Tel: 0331/888 650
Email: klauss@avb-brb.de

 

 

Aktuelles

07.03.2022
ABDA-Pressemitteilung: Kassen gefährden Anschlussversorgung mit Arzneimitteln nach Krankenhausentlassung
mehr...

04.03.2022
Ukraine-Krise – besser Geld als einzelne Medikamente spenden
mehr...

22.11.2021
Pressemitteilung: Bestellobergrenzen für Biontech-Impfstoff nicht zielführend
mehr...

02.10.2021
39. AVB-Mitgliederversammlung wählt neuen AVB-Vorstand
Mitgliederversammlung bestätigt Olaf Behrendt als Vorsitzenden des AVB Zwei neue Mitglieder im Vorstand
mehr...

21.04.2021
Lieferengpässe bei lebenswichtigen Arzneimitteln auch 2020 auf hohem Niveau
mehr...