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13.12.2011

Schon jetzt über Zuzahlungsbefreiungen für 2012 informieren


Potsdam, 13. Dezember 2011 - Patienten, die Mitglied in einer Gesetzlichen Krankenkasse sind, sollten sich schon jetzt bei ihrer Kasse über Zuzahlungsbefreiungen für 2012 informieren. Die aktuellen Bescheinigungen laufen mit Ende des Kalenderjahres 2011 aus. Darauf weist der Apothekerverband Brandenburg hin. Ist vom Arzt auf dem Rezept kein Befreiungsvermerk eingetragen und legt der Patient auch in der Apotheke keinen entsprechenden Bescheid vor, sind die Apotheken gesetzlich verpflichtet, die Zuzahlungen im Auftrag der Krankenkassen einzusammeln und an sie weiterzuleiten.

Kinder und Jugendliche bis zur Vollendung des 18. Lebensjahres sind grundsätzlich zuzahlungsbefreit. Volljährige Versicherte müssen dagegen bei vielen Leistungen zugunsten der Krankenkasse zuzahlen, zum Beispiel beim Arztbesuch, der Krankenhausbehandlung, den Fahrkosten sowie den Heil- und Hilfsmitteln. Bei den Arzneimitteln belaufen sich die Zuzahlungen auf 10 Prozent des Preises des Arzneimittels. Mindestens sind es 5 Euro und höchstens 10 Euro. Es sind jedoch nie mehr als die eigentlichen Kosten des Medikaments vom Patienten zu entrichten.

Nach Erreichen der Belastungsgrenze von 2 Prozent des Jahresbruttoeinkommens (1 Prozent bei chronisch kranken Menschen) können sich Versicherte durch ihre gesetzliche Krankenkasse auf Antrag von der Zuzahlung befreien lassen. Insgesamt sind 7,2 Mio. Patienten in Deutschland zuzahlungsbefreit, darunter 6,8 Mio. chronisch kranke Menschen (Belastungsgrenze: 1 Prozent des Jahresbruttoeinkommens) und 40.000 Patienten, die die Belastungsgrenze von 2 Prozent ihres Einkommens überschritten haben.

Die Apotheken sind darauf vorbereitet, Quittungen über Zuzahlungen auszustellen, in ein Sammelheft einzutragen oder - bei Kundenkarten - Sammelquittungen am Jahresende auszudrucken. Sobald die Belastungsgrenze innerhalb eines Kalenderjahres erreicht ist, kann man sich bei der Krankenkasse einen Befreiungsbescheid ausstellen lassen. Erfahrungsgemäß bieten einige Kassen ihren Versicherten zum Jahresende einen Antrag für das Folgejahr an: Infrage kommende Patienten zahlen die errechnete Belastungsgrenze dann als Vorauszahlung.

Weitere Informationen unter www.avb-brb.de

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Hintergrundinformation:
567 Apotheken beraten die Brandenburger Bevölkerung tagtäglich in Gesundheitsfragen und versorgen sie flächendeckend mit Arzneimitteln. Die Inhaber von 538 Apotheken sind Mitglied im Apothekerverband Brandenburg, der ihre gemeinsamen wirtschaftlichen, arbeitsrechtlichen und berufspolitischen Interessen nach außen vertritt. Gegründet wurde der Apothekerverband Brandenburg e.V. am 25. September 1990 von 14 Apothekerinnen und Apothekern der drei Bezirke Cottbus, Frankfurt (Oder) und Potsdam. Sie vertreten die Interessen der in Brandenburg selbstständigen Apotheker und Apothekerinnen und nehmen ehrenamtlich verschiedene Aufgaben wie Verhandlungen mit Krankenkassen, die Darstellung des Verbandes in der Öffentlichkeit, die Betreuung von Selbsthilfegruppen, arbeitsrechtliche Beratungen und viele andere Pflichten wahr. Fotos der Vorstandsmitglieder stehen auf der Internetseite www.avb-brb.de unter der Rubrik Vorstand/Vorstandsfotos sowie unter der Rubrik Presse zur Verfügung.

Kontakt Apothekerverband Brandenburg e.V.:
Michael Klauß, Geschäftsführer;
Am Buchhorst 18,
14478 Potsdam, 
Tel.: +49 331 888 650,
info@avb-info.de

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