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23.10.2012

Apotheken in Brandenburg informieren mit Fakten zu dem Vorurteil: "Weniger Apotheken kosten weniger Geld"

Der Apothekerverband Brandenburg e.V. und seine Mitglieder informieren ab dieser Woche mit Fakten und Informationen zu dem immer wiederkehrenden Vorurteil, dass weniger Apotheken weniger Geld kosten würden. Im Rahmen der Informationskampagne "Apotheken informieren" klären die brandenburgischen Apotheken mit ehrlichen Argumenten und Handzetteln über das weit verbreitete Klischee auf, dass eine Verringerung der Apothekendichte zu einer Reduzierung von Kosten im Gesundheitswesen führen könnte.

Weniger Apotheken führen weder zu geringeren Kosten im Gesundheitswesen noch zu einer Kostenentlastung bei den Krankenkassen. Denn auf die Anzahl der verschreibungspflichtigen Medikamentenpackungen, die zu Lasten der gesetzlichen Krankenversicherer abgerechnet werden, haben die Apothekerinnen und Apotheker keinen Einfluss. Allerdings erspart die Beratung in den Apotheken den Krankenkassen jährlich mehr als 4,2 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kam eine Studie zur Selbstmedikation, durchgeführt vom Institut für Handelsforschung (IfH) im März 2011. Zudem könnten die von den gesetzlichen Krankenkassen geschlossenen Rabattverträge ohne die zahlreichen Beratungsleistungen in den Apotheken überhaupt nicht wirkungsvoll umgesetzt werden. Das pharmazeutische Fachwissen und die Beratung der Patienten zu Arzneimitteln und Medikation trägt mit dazu bei, das Gesundheitssystem zu entlasten. Weniger Apotheken sparen dem Gesundheitssystem kein Geld, verschlechtern aber die Arzneimittelversorgung der Bevölkerung.

Für viele Menschen sind die Apotheken die erste Anlaufstelle bei Fragen zu Gesundheit und Selbstmedikation. Ohne Termin stehen in den Apotheken vor Ort kompetente und fachgerechte Arzneimittelberatung zur Verfügung. Bei Gesundheitsfragen vertrauen täglich etwa vier Millionen Menschen in Deutschland auf ihre Apothekerin oder ihren Apotheker. Wie gut, dass es sie „fast an jeder Ecke" gibt.

Die Kampagne versteht sich als Anregung zum Nachdenken und als Anstoß zum Dialog mit den vielen Menschen, die täglich in die Apotheken kommen und die Anliegen und Positionen der Apothekerinnen und Apotheker nicht nachvollziehen können. Ziel der Kampagne ist es, einen Dialog zwischen Patient und Apotheker anzustoßen, der durch Information, Transparenz und Aufklärung erreicht werden soll.

Ausführliche Informationen und sämtliche Themen der Kampagne finden Sie auch auf der Internetseite www.apotheken-informieren.de.

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