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15.11.2012

Die gestrige Protestaktion gegen das ignorante Verhalten des GKV- Spitzenverbandes bei den Verhandlungen über den Kassenabschlag bewertet der Apothekerverband Brandenburg e.V. als sehr erfolgreich.

Gestern protestierten die Apothekerinnen und Apotheker im Land Brandenburg mit großer Geschlossenheit gegen den Verhandlungsboykott des GKV-Spitzenverbandes und schlossen um 12 Uhr die Apotheken. Grund für diesen Protest ist die Weigerung der GKV, den Abschlagsbetrag in Höhe von 1,75 Euro als Ausgangsbasis für die Kassenrabatt anzuerkennen.

Dieser Kassenrabatt, Apothekerinnen und Apotheker im Jahr 2013 für rezeptpflichtige Arzneimittel einräumen sollen wird derzeit verhandelt. Am Mittwochnachmittag meldete der Deutsche Apothekerverband (DAV) das Scheitern der Verhandlungen.

Bereits die erste Verhandlungsrunde zwischen GKV-Spitzenverband und DAV am 17. Oktober 2012 zeigte deutlich die fehlende Verhandlungsbereitschaft auf Seiten der GKV. Aus diesem Grunde sahen die Apotheker und Apothekerinnen in Brandenburg keine andere Möglichkeit, als mit dem Schließen der Apotheken zeitgleich zur zweiten Verhandlungsrunde in Berlin auf die skandalöse Verhandlungsverweigerung des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenkassen aufmerksam zu machen, mit der Hoffnung, dass die Kassen das deutliche Signal der Apothekerschaft anerkennen und konstruktiv über den Kassenrabatt verhandeln würden.

Bereits gestern Nachmittag meldete der DAV das Scheitern der Verhandlungen. Der DAV sah sich, durch die fortgesetzte Weigerung der GKV, den Abschlagsbetrag in Höhe von 1,75 Euro als Verhandlungsbasis zu akzeptieren, zum Verhandlungsabbruch gezwungen und erklärte die Verhandlungsrunde für gescheitert.

"Wir haben alles versucht die Kassen zu zielführenden Gesprächen an den Verhandlungstisch zu bekommen", sagt Andrea Lorenz, Vorsitzende des AVB, "aber die GKV zeigt sich stur und missbraucht in unverantwortlicher Art und Weise ihre Position. So sehen doch keine partnerschaftlichen Verhandlungen aus - nur zu blockieren."

Der Apothekerverband Brandenburg hält die Position der GKV von vornherein keine Einigung über eine Verhandlungsgrundlage finden zu wollen für eine Missachtung des Systems der Selbstverwaltung und für ein inakzeptables Machtspiel des GKV-Spitzenverbandes gegenüber den Apothekerinnen und Apothekern, die schließlich die Leistung einer reibungslosen, schnellen und wohnortnahen Arzneimittelversorgung der Versicherten sicherstellen.

"Der Apothekerverband Brandenburg wird in der Auseinandersetzung mit den Krankenkassen um den Apothekenrabatt weiter über geeignete Maßnahmen nachdenken und entsprechend reagieren", zeigt sich die Vorsitzende des AVB, Andrea Lorenz kämpferisch.

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