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06.06.2013

Apotheker im Land Brandenburg bilden sich fort

Gemeinsame Pressemitteilung von Landesapothekerkammer Brandenburg und Apothekerverband Brandenburg e.V.
 
Denkt man an chronisch kranke Menschen, hat man in der Regel Erwachsene vor Augen. Doch auch Kinder sind betroffen: Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) leidet fast jedes zehnte Kind in Deutschland an chronischen Erkrankungen wie Diabetes, Allergien oder Rheuma. Und die Zahl der gesundheitlich beeinträchtigten Kinder nimmt zu. Um das Beratungsangebot für die Betroffenen weiter zu verbessern, veranstalten die Landesapothekerkammer Brandenburg und der Apothekerverband Brandenburg jetzt ein Fortbildungswochenende zum Thema "Chronische Erkrankungen bei Kindern".
 
"Wenn es um gesundheitliche Fragen geht, sind Apotheker mit ihrem niedrigschwelligen Beratungsangebot oftmals die erste Anlaufstelle", weiß Astrid Markow, Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit der Landesapothekerkammer Brandenburg. "Daher ist es gut, dass sich möglichst viele Apotheker für dieses wichtige Thema sensibilisieren." Auch bei chronischen Krankheiten ist es wichtig, dass diese möglichst frühzeitig erkannt und behandelt werden. Damit kann häufig eine dauerhafte Verschlechterung des Gesundheitszustandes verhindert werden. Bei der Behandlung von Kindern muss auf deren besonderen Organismus und Stoffwechsel eingegangen werden: "Kinder sind keine kleinen Erwachsenen und brauchen daher eine auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Therapie", so Apothekerin Markow. 
 
Eine immer häufiger auftretende Stoffwechselerkrankung im Kindesalter ist Diabetes. Symptome einer diabetischen Erkrankung können unter anderem Abgeschlagenheit, Müdigkeit, vermehrter Harndrang und Durst, Entzündungen, schlechte Wundheilung sowie Juckreiz sein. Da ein dauerhaft zu hoher Blutzuckerspiegel schwere Organschäden zur Folge haben kann, sind eine frühzeitige Diagnose und die entsprechende Therapie äußerst wichtig. 
 
Einen großen Anteil bei den chronischen Erkrankungen im Kindesalter nehmen Allergien ein. Inzwischen ist fast jedes dritte Schulkind betroffen. Zu Allergien zählen Heuschnupfen, Asthma, Nahrungsmittel- und Hausstauballergien. "Ist der Zusammenhang zwischen einer Substanz und der allergischen Reaktion offenkundig, kann man oft die Reaktion durch konsequentes Meiden der Substanz verhindern", erklärt Apothekerin Astrid Markow. Medikamente wie Antihistamenika helfen, die allergische Reaktion zu unterdrücken. 
 
Auch Rheuma ist keine Frage des Alters: Allein in Deutschland gibt es fast 50.000 Kinder und Jugendliche, die von einer akuten oder chronischen rheumatischen Erkrankung betroffen sind. Die Heilungschancen sind allerdings größer als bei Erwachsenen. "Weil Kinder seltener über Schmerzen klagen, sondern stattdessen unbewusst eine Schonhaltung einnehmen, bleibt die Erkrankung leider oft jahrelang unerkannt", berichtet die Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit. 
 
Die Apotheker im Land Brandenburg appellieren an Familien mit chronisch kranken Kindern, offen mit diesem Thema umzugehen: "Es ist immer besser, wenn Personen im alltäglichen Umfeld eines betroffenen Kindes über die Krankheit informiert sind und wissen, dass das Kind zum Beispiel wegen einer Nahrungsmittelallergie nicht alles essen kann oder es auf Grund seiner diabetischen Erkrankung regelmäßig den Blutzuckerspiegel kontrollieren und Insulin spritzen muss", so Astrid Markow. Je detaillierter die Kontaktpersonen informiert sind, umso besser und schneller können diese bei kritischen Situationen, wie einer Unter- oder Überzuckerung bei Diabetes oder einem anaphylaktischem Schock bei Allergien, die notwendige Hilfe leisten. Mit Informationen, Aufklärung und gezielter medizinischer Hilfe können chronisch kranke Kinder genauso aktiv am Leben teilhaben, wie ihre gesunden Altersgenossen.
 
Foto: ABDA 

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