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Apothekenhonorar

Kontinuierlich arbeiten die Apothekerinnen und Apotheker daran, die Versorgung der Patienten weiter zu verbessern, helfen den Krankenkassen mit erheblichem Aufwand die Rabattverträge umzusetzen. Aber das Apothekerhonorar, das einen Festzuschlag von 8,10 Euro (abzüglich 2,05 Euro Zwangsrabatt für die Kassen) pro Packung festschreibt, ist seit 2004 unverändert geblieben. DAV-Vorsitzender Fritz Becker: "Apotheke heute bedeutet: Betrieb zu den Kosten von 2012 mit dem Honorar von 2004."

Für nicht zielführend hält Dr. Andrea Lorenz, Vorsitzende des Apothekerverbandes Brandenburg e. V., eine öffentliche Diskussion nur um den Zwangsrabatt an die Krankenkassen. "Denn es kann nicht nur um den Zwangsrabatt gehen. Es muss klar sein, dass die flächendeckende Versorgung nur dann gewährleistet werden kann, wenn auch die Leistungen der Apotheken und Nacht- und Notdienste adäquat honoriert werden." Die Forderungen der Apotheker sind bekannt: Die packungsabhängige Honorierung müsste mit Bezug auf Bruttoinlandsprodukt, Inflation und Grundlohnsumme angepasst werden und die Nacht- und Notdienste sowie Rezepturen müssten kostendeckend bezahlt werden. Ansonsten könnte die gewohnte wohnortnahe Versorgung demnächst zur Disposition stehen, auch im Hinblick darauf, dass junge Studenten der Pharmazie dann keine Zukunft mehr in dem Heilberuf des Apothekers sehen, wenn die wirtschaftliche Lage immer schwieriger wird. Dem gilt es jetzt vorzubeugen. 

 Frau Dr. Lorenz

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