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3. Zum Schutz der Patienten setzt eine neue Leitlinie engere Grenzen bei irreführenden Arzneimittelbezeichnungen

Damit sollen in Zukunft verwirrende oder verharmlosende Namenszusatzbezeichnungen wie "super" oder "express" verhindert werden.

Einen verbesserten Schutz der Patientinnen und Patienten vor irreführenden Arzneimittelbezeichnungen haben das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) und das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) im März 2013 auf den Weg gebracht. Mit der neuen "Leitlinie zur Bezeichnung von Arzneimitteln" setzen die beiden Bundesoberbehörden der Industrie deutlich engere Grenzen bei der Auswahl von Arzneimittelnamen und ihren Zusätzen. Ziel ist es, Verwechslungen und Fehlanwendungen durch unklare, irreführende und verharmlosende Namen künftig verlässlich auszuschließen. Eindeutige und verwechslungssichere Bezeichnungen von Arzneimitteln sollen als Identifikations- und Unterscheidungsmerkmal gestärkt werden und zur Sicherheit im Arzneimittelverkehr beitragen. Davon profitieren Patienten, Ärzte und Apotheker gleichermaßen.

Mit der neuen Leitlinie reagieren BfArM und PEI auf einen Trend in der Pharmaindustrie, bei der Entwicklung neuer Arzneimittelbezeichnungen verstärkt auch Marketingstrategien in den Vordergrund zu stellen. So wurden immer häufiger verharmlosende Arzneimittelnamen und verwirrende Namenszusätze wie "super" oder "express" beantragt. Mit der neuen Leitlinie geben BfArM und PEI der pharmazeutischen Industrie bereits im Vorfeld eines Antrages klare Arbeits- und Entscheidungshilfen an die Hand. Damit sollen langwierige Auseinandersetzungen um nach Ansicht der Behörden irreführende Namen zukünftig schneller entschieden werden. Dies geschieht im Sinne der Patientensicherheit und des vorbeugenden Gesundheitsschutzes. Die neue Leitlinie ist eines der Ergebnisse des "Aktionsplans zur Verbesserung der Arzneimitteltherapiesicherheit (AMTS) in Deutschland" des Bundesministeriums für Gesundheit gemeinsam mit weiteren Akteuren aus dem Gesundheitswesen.

(Quelle: BfArM)

Der Apothekerverband Brandenburg begrüßt ausdrücklich diese Leitlinie, die bereits im Vorfeld  eines Antrages für eine neue Arzneimittelbezeichnung klare Richtlinien bietet, damit keine verharmlosenden oder werbenden Namen für Arzneimittel auf den Markt gelangen. Damit ist ein wichtiger Beitrag geleistet um Arzneimittel nicht durch eine Namensbezeichnung zu verharmlosen oder gar zu bagatellisieren.

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